Spielbericht zum ersten Spieltag der 1. UWR-Bundesliga Nord

Nicht ganz wie erwünscht verlief der erste Spieltag für die Mannschaft des LTV Bremen in der 1. UWR Bundesliga Nord. Statt der erhofften Siege gab es lediglich zwei Unentschieden und eine Niederlage. Die gute Nachricht aber ist: Die Mannschaft ist „ganz dicht dran“. In allen Spielen gab es Möglichkeiten zum Sieg, der mit etwas mehr Erfahrung in zwei Spielen hätte auch gelingen müssen.

Alle fünf Mannschaften der ersten Liga trafen sich am Sonntag, dem 06.02.2011 im „Sportbad St-Magnus“, der ehemaligen Bundeswehrschwimmhalle neben der „Jacobs University“ in Bremen-Grohn. 

Bereits einige Tage zuvor war im Fernsehen („Sportblitz“, Freitag) und in der Tageszeitung („Norddeutsche“, Sonnabend) auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht worden. Dies motivierte dann auch eine ganze Reihe interessierte Zuschauer / Leser sich selbst einmal ein Bild von diesem Sport zu machen. Ganz aus Buchholz war sogar ein rugbyinteressierter N3-Zuschauer angereist. 

Die Mannschaft des LTV Bremen hatte die Halle dank des Einsatzes zahlreicher Helfer vorbildlich hergerichtet und mit einem reichhaltigen Buffett „rundum“ für das Wohlbefinden aller Teilnehmer und Zuschauer gesorgt. Entsprechend der „rundum stimmigen“ Vorbereitung verliefen dann auch die Spiele. Es gab eine ganze Reihe erstklassiger Partien, an deren Ende festzustellen ist, dass die Mannschaften der ersten Liga NOCH NIE so eng zusammen waren, wie in der jetzt begonnenen Saison. Die Ergebnisse und Spielverläufe belegen, dass im Prinzip jedes Team jedes andere schlagen kann. Tendenziell bleibt vielleicht BUR-Berlin das stärkste Team, aber selbst diese Mannschaft scheint bezwingbar 

Spiel 1:

Die Mannschaft aus Paderborn war zu Beginn der erwartet abwehrorientierte Gegner. Bremen machte dauerhaft Druck und man hatte nie das Gefühl, dass Paderborn dieses Spiel gewinnen könnte. Relativ schnell wurden drei Tore erzielt. Alle drei Führungen wurden jedoch umgehend wieder hergegeben. Zwei mal gelang es der Paderborner Mannschaft die Bremer mit einem schnellen Konter noch in der Euphorie des eigenen Torerfolges (mit einer Phase der Unorganisiertheit) zu überrumpeln. Beim dritten Tor gelang es den Paderbornern geschickt, einen Strafwurf zu provozieren, der souverän verwertet wurde. In der Halbzeitpause stellten die Bremer um und agierten aus einer sichereren Abwehr heraus. Leider litt darunter die Durchschlagskraft im Angriff, sodaß am Ende ein 3:3 zu Buche stand. Mit etwas mehr Erstligaerfahrung wäre dieses Spiel gewonnen worden. 

Spiel 2:

Mit Waspo Göttingen wartete im zweiten Spiel des Tages der vermeintlich stärkste Gegner auf die Bremer. Von Anfang an wurde mehr Wert auf die Abwehrarbeit gelegt und es gelang, der Göttinger Mannschaft kaum Torchancen zu gewähren. Gleichzeitig wurde aber auch das Göttinger Tor immer wieder stark unter Druck gesetzt. Es entstand ein rassiges Spiel mit vielen Zweikämpfen, schnellen Ballstafetten und zahlreichen Torszenen, das ständig hin- und herwogte. Die erste Halbzeit sah ein Übergewicht der Bremer Mannschaft, in der Zweiten waren dann die Göttinger näher dran. Am Ende blieb ein leistungsgerechtes 0:0. 

Spiel 3:

Im dritten Spiel gegen Dresden kamen entsprechend unseres Teamgedankens auch die Spieler zum Zuge, die im Verlaufe des Spieltages noch gar keine oder nur wenig „Wasserzeit“ bekommen hatten. Es zeigte sich, daß auch auf diese Teammitglieder Verlaß ist, denn es gelang schnell, die Dresdener unter Druck zu setzen und sicher mit 2:1 in die Pause zu gehen. Die Mannschaft aus Dresden stand mächtig unter Druck, waren doch die ersten beiden Spiele verloren gegangen. Einer rüden Halbzeitansprache des Dresdener Mannschaftsführers, der bereits vor dem Spiel durch unsportliches Verhalten aufgefallen war und leider nicht der Halle verwiesen wurde, folgte ein eben solches Spiel seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Das Auftreten der Dresdener war von harten Attacken am Rande der Zulässigkeit, und nicht selten darüber hinaus, geprägt. Leider ließ sich das Bremer Team von dieser Atmosphäre anstecken und zu ähnlich schlechtem Spiel hinreißen. Der spielerische Faden ging verloren und durch mehrere Zeitstrafen wurde das Team erheblich geschwächt. Folgerichtig gelang den Dresdenern der Ausgleich und kurz vor Schluß noch der Siegtreffer zum 3:2. Dieses Spiel hätte eigentlich unabhängig von der Besetzung gewonnen werden müssen!

Ein riesiges Dankeschön an alle Helfer! Selten hat „das Protokoll“ so toll geklappt wie an diesem Spieltag. Lisa, Svenja, Maarika und Christine haben wirklich klasse gearbeitet. Genauso wichtig war jedoch auch die leibliche Versorgung. Frauke, Helga, Christiane und auch allen „anonym“ gebliebenen Spendern unseres Buffetts gilt unser aus- drücklicher Dank! 

Ohne Euch wäre es nicht gelaufen!

Carsten Teuchert

Ergebnisse vom 06.02.2011

LTV Bremen : PSV Paderborn

3 : 3

Torpedo Dresden : BUR Berlin

0 : 2

PSV Paderborn : Waspo Göttingen

2 : 5

Waspo Göttingen : LTV Bremen

0 : 0

PSV Paderborn : BUR Berlin

0 : 6

Waspo Göttingen : Torpedo Dresden

1 : 0

Torpedo Dresden : LTV Bremen

3 : 2